Maha kooperiert mit Cartesy bei der Nachrüstung von Bremsprüfständen mit ASA-Livestream

Maha  beginnt  eine  aktive Zusammenarbeit mit dem  Sensoren- und Steuerungsspezialisten Cartesy GmbH bei der Nachrüstung eigener älterer Bremsprüfstände mit der ASA- Livestream-Schnittstelle. Der Allgäuer Werkstattausrüster erweitert  so den Handlungsspielraum seiner Kunden  bei der Umsetzung der Bremsprüfstandsrichtlinie.

Die Bremsprüfstände von Maha  erfüllen nach  Firmenangaben schon seit langer Zeit die mechanischen Voraussetzungen der aktuell gültigen Richtlinie von 2011, so dass teilweise auch Bremsprüfstände aus  den  1990er Jahren nachgerüstet werden können. Den Vertrieb und Einbau übernehmen bundesweit die 23 Handelspartner von Maha, die hauseigene Serviceorganisation Automotec betreut wie gewohnt vorrangig die Überwachungsorganisationen.
 
Mehr Wahlmöglichkeiten für den Kunden
 
Markus Weber, Leiter Business Development & Marketing bei Maha,  erläutert die Entscheidung des  Marktführers: „Ein ganz  entscheidender Vorteil dieser Kooperation für unseren Endkunden ist, dass er auch  weiterhin  ein und denselben Maha  Vertriebs- und Servicepartner vor Ort als Ansprechperson hat, den  wir mit einer jetzt noch breiteren Angebotsmöglichkeit ausgestattet haben. Dieser  kennt  die bestehenden Prüfstande, deren Historie und Einsatzdauer bereits detailliert und kann  daher sehr  viel individueller und zielführender beraten, welche Möglichkeiten  im Einzelfall am wirtschaftlich sinnvollsten sind“.

Letztlich hat der Kunde von Maha  jetzt die Wahl: je nach  Anforderungen und Gegebenheiten vor Ort macht  die Installation  eines neuen richtlinienkonformen Prüfstands Sinn, alternativ  kann  er bestehendes Equipment mit dem  Nachrüstsatz von Cartesy aber  auch  zeitsparend und kostengünstig vom autorisierten Maha-Fachmann des  Vertrauens nachrüsten lassen. Somit können Prüfstützpunkte auch  bei eventuellen Lieferengpässen im Bereich  Produktion bzw. Installation  und Kalibrieren  ihren Betrieb aufrechterhalten. Ein auf diese Weise nachgerüsteter Bremsprüfstand erfüllt damit den technischen Stand der Richtlinie 2011,  der Status als Prüfstützpunkt ist nicht mehr  in Gefahr. Etwa 30.000 Prüfstände entsprechen nicht der Richtlinie, bis zum 1.1.2020 ist die Fertigung und Installation  ausschließlich neuer Prüfstände kaum  mehr  zu schaffen.
 
Vor der Aufnahme der Nachrüstsätze in das  Produktportfolio hat Maha  die Cartesy- Lösung  nach  Firmenangaben an eigenen Produkten ausgiebig getestet.
 
Nachrüstlösungfunktioniertauch  bei anderen Herstellern
 
Cartesybietet diese Nachrüstung auch  für die Prüfstände einiger anderer Hersteller an, den  Einbau übernehmen nach derzeitigem Kenntnisstand die geschulten Mitarbeiter des gewohnten Dienstleisters von Cartesy. Sie sind für jeden Prüfstandstyp geschult und eingewiesen und verfügen über  die spezielle Software und Hardware für die Konfiguration. Eine Stückprüfung und Kalibrierung sind laut Cartesy für die

Nachrüstung nicht notwendig. Falls der Prüfstand eine  gültige Stückprüfung samt Kalibrierung hat, wird diese durch  die Nachrüstung nicht berührt. Cartesy zeigt auf der eigenen Firmenwebseite die Kurzgutachten des  TÜV Nord für die Nachrüstlösungen für Bremsprüfstände der Firmen  AHS, Bosch/Beissbarth, Cartec/Hofmann und natürlich Maha. 
 
Schnelleund günstige Lösung
 
Cartesy veranschlagt für die Nachrüstung einen  Zeitrahmen von etwa  zwei Stunden für Montage und Inbetriebnahme. Bauliche  Maßnahmen sind nicht notwendig. Als voraussichtlichen Preisrahmen nennt  Cartesy circa 1.200  Euro für einen  Pkw- und
etwa  2.100  Euro für einen  Lkw-Rollenprüfstand.
 
Die Nachrüstung schont neben der Umwelt auch  die finanziellen  Ressourcen der Werkstätten, beispielsweise von Betrieben, die vor einem  Umzug  oder  vor einem absehbaren Ende  des  Geschäftsbetriebs stehen.
 
Auch  der ZDK zeigt  sich erfeut
 
Ob eine  Nachrüstung oder  ein Neukauf  mehr  Sinn machen ist natürlich vom individuellen Erhaltungszustand des  einzelnen Geräts abhängig. Die angebotene Universallösung ergänzt das  existierende Angebot  von eigenen Nachrüstsätzen der

Bremsprüfstandshersteller und schließt die darin existierenden Lücken.  Das mindert den finanziellen  Investitionsdruck auf die Prüfstützpunkte, der durch  die zahlreichen Änderungen bei der periodischen Fahrzeuguntersuchung entstand. Der Zentralverband des  deutschen Kraftfahrzeugsgewerbes ZDK kommentierte den  erweiterten Handlungsspielraum der Betriebe so:
 
„Bei der Umsetzung der Bremsprüfstandsrichtlinie aus  dem  Jahr  2011 unterstützt der ZDK alle Ansätze, durch  die auch  eine  Nachrüstung der ASA-Schnittstelle für möglichst viele Bremsprüfstände ermöglicht  wird. Es ist äußerst erfreulich,  dass die namhaften Bremsprüfstandshersteller und aktuell auch  ein freies  Unternehmen entsprechende Lösungen anbieten. Wichtig ist, dass diese Systeme allen gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Bauartgenehmigung und des  Arbeitsschutzes entsprechen. Nach  den vorliegenden Informationen ist dies  bei den  angebotenen Systemen gegeben“.
 
 
Quelle ©2018- Vogel Business Media


Veröffentlicht am:
10:05:00 29.03.2018 von vogl

Letzte Aktualisierung
10:11:13 29.03.2018